„Unbedarft in Sachen Hund“

Diese Einschätzung entspricht natürlich meinem heutigen Blick auf die Dinge, damals war ich mir meiner Unwissenheit überhaupt nicht bewußt.

Ausdrucksverhalten von Hunden? Nie gehört.

Deshalb wurde  der Start in unser gemeinsames Leben  leider von Kommunikationsproblemen überlagert. Menschen reden miteinander, Hunde teilen sich über Körpersprache mit. Während Menschen oftmals dazu neigen hundliches Verhalten entweder falsch zu interpretieren oder überhaupt nicht wahrzunehmen, interpretieren Hunde menschliches Verhalten aus Hundesicht. So war es auch bei uns. Der Hund redete Klartext, trotzdem kam die Botschaft nicht bei mir an. Mein Verhalten vermittelte dem Hund kein sicherer Hafen zu sein, also keine Person, bei der man Schutz und Verständnis findet.

Ich habe hin und her überlegt, ob das schlau ist, als Hundeprofi von eigenen Fehlern zu schreiben und mich schließlich dafür entschieden es zu tun. Auch, um all jenen Hundehaltern Mut zu machen, die gerade ihren Kampf haben. Meine Geschichte ist exemplarisch für viele unrunde Adoptionsverläufe und sie zeigt, dass man den Umgang mit einem Hund lernen kann. Niemand wird als Hundeflüsterer geboren. Es gibt einfach Hunde an denen man wächst. Ob das der erste Hund oder der zweite oder fünfte ist, das ist Zufall. Bei mir war es der zweite eigene Hund, der mich für viele andere Hunde fit gemacht hat. Um ihn geht es in folgendem Erfahrungsbericht:

Ein dominantes Hundemädchen namens Tina

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