Hospitalismus

Hospitalismus ist eine Folge von Deprivation im Zusammenhang mit Fremdbetreuung von Menschen und kann synonym als Deprivationssyndrom bezeichnet werden. Auch Hunde können ein Deprivationssyndrom entwickeln. Die Bezeichnung Hospitalismus ist diesbezüglich eher unüblich.

Der Begriff Hospitalismus geht auf den österreichischen Kinderarzt Meinhard Pfaundler zurück.  Er beobachtete einen Zusammenhang zwischen einem Mangel (Deprivation) von sozialer Zuwendung und Verhaltensproblemen bei Kindern. Es handelte sich dabei um Kinder, die im Krankhaus (Hospital) behandelt wurden und infolgedessen mütterliche Fürsorge entbehrten. Das war im Jahre 1901.

Als Hospitalismus bezeichnet man heute allgemein negative körperliche und psychische Folgen, die infolge von institutioneller Betreuung (Kinderheim, Krankenhaus, Altenpflegeeinrichtung) entstehen.

Im Zusammenhang mit dem Ende der Diktatur in Rumänien wurden katastrophale Zustände in dortigen Kinderheimen öffentlich. Die Kinder wurden bestenfalls verwahrt und viele von ihnen wiesen starke Entwicklungs- und Verhaltensstörungen auf.  Menschliche Zuwendung haben sie niemals erfahren.

Seither ist eine Weile vergangen und wie ich kürzlich in einer Dokumentation sehen konnte, haben sich 50% der Kinder von Ihren Deprivationsschäden erholen können.

Im Zusammenhang mit unseren Tierheimhunden bzw. isoliert aufgewachsenen Hunden betrachte ich diese Information als Lichtblick.

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