Über mich

Ich bin Brigitte Mendner, Baujahr 1964; verheiratet; Mutter von drei erwachsenen Kindern, selbstständige Hundeverhaltenstherapeutin und Pflegestelle für in Not geratene Hunde.

Mehr Menschen müssen mehr über Hunde wissen!

Das ist in aller Kürze der Schluss zu dem ich gekommen bin, nachdem ich die Hundhaltung über viele Jahre aus unterschiedlichsten Perspektiven beobachten und erleben durfte.

Den Artikeln meines Blogs, ebenso wie dem Konzept meiner Hundeschule, liegt die  Erkenntnis zugrunde, dass sich das traditionelle und auf dem Erlernen von Kommandos basierende Konzept von Hundeschule überlebt hat, inklusive  Hundetrainer vom alten Schlag. Meldungen über die drastische Zunahme von Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten weisen darauf hin, dass aktuell irgend etwas grundlegend schief läuft. Und es passiert, obwohl es massenhaft Hundetrainer, Bücher und sogar Fernsehsendungen zum Thema Hundeerziehung gibt.

Verhaltensbiologie versus traditionellem Hundetraining

Sieht man mal von der glücklicherweise zunehmenden Tabuisierung von Gewalt als Erziehungsmittel ab, ist bisher von einer grundlegenden Erneuerung in den Köpfen wenig zu spüren. Trotz allgemeinem Modernitätsanspruch ist eigentlich alles, wie es immer war. Trainer, Hundeplatz, nach wie vor wird dressiert (= Konditionieren, Klickern, Shapen) was das Zeug hält und auch die überholten Vorstellungen von Dominanz sind einfach nicht tot zu kriegen. Doch wie man Hunde erzieht, das wissen und erfahren die meisten Hundehalter nicht. Wertvolle Chancen bleiben ungenutzt und gehen, denkt man an die Erziehung von Welpen, unwiederbringlich verloren.

Dennoch, der Einfluss der Wissenschaft ist immer mehr zu spüren. Während traditionell Dominanz, Unterordnung und Kontrolle im Fokus stehen, zielt der verhaltensbiologisch geprägte Ansatz auf  Wissensaneignung, Verantwortungsbewußtsein und die Förderung sozialer Kompetenz ab. Aktuell stößt das noch auf viel Skepsis, gilt vielen eher als Methode für Weicheier oder esoterisch angehauchte Hundehalter bzw. Trainer. Bleibt abzuwarten, ob das Gegenmodell die überkommenen Traditionen ablösen kann und sich als Regel  etabliert bzw. wie lange es dauert. Ich möchte auf jeden Fall meinen Beitrag dazu leisten.

Familienhund ist kein Ausbildungsberuf, vielmehr ist hierfür soziale Kompetenz gefragt!

Die Domestikation des Wolfes ist eine beachtliche Kulturleistung und auch die Dressur ist ein wertvolles Werkzeug. Doch unsere Hunde müssen in der Regel nicht arbeiten. Sie dürfen einfach geliebte Familienmitglieder sein. Es sollte keine Gefahr von ihnen ausgehen und sie sollten sich in der Öffentlichkeit zu benehmen wissen. Hierzu benötigen sie Erziehung.

Erziehung ist die Vermittlung von sozialen Informationen. Kommandos können das nicht leisten, auch wenn sie im Zusammenhang mit einer Ausbildung durchaus sinnvoll sein können.

Ausbildung baut auf Erziehung auf. Das muss verstanden werden. Auch für einen Hundeausbilder, für den die Berechenbarkeit des Hundes und Vertrauen zum Ausbildungsziel mit dazu gehört, ist eine gute Erziehung eine wichtige Basis. Im Rahmen des Erziehungsangebots für Familienhunde verschwimmt diese Tatsache leider oft. Das führt leicht auf die falsche Fährte und manch einer glaubt zu erziehen, obwohl er einfach nur Kommandos trainiert.